Jobsicherheit und Karriereplanung in der (Corona-)Krise – Was Kommunikationschefs und Bewerber tatsächlich umtreibt

Wir alle sind auf die eine oder andere Weise von der aktuellen Krise betroffen. Immer mehr geraten in der öffentlichen Diskussion die wirtschaftlichen Folgen in den Blick. Viele offene Fragen, wenig klare Antworten. Höchste Zeit also für eine Umfrage-gestützte Analyse zur Personalsituation in der Kommunikationswelt – jenseits aller Spekulationen.

Unsere Umfrage stützt sich darauf, dass wir seit 25 Jahren extrem gut in der Kommunikationswelt vernetzt sind. So können wir mit Hilfe eines umfassenden Netzwerks in unserem Expertisebereich etwas mehr Klarheit schaffen.

Wir wollten es fundiert wissen und uns nicht auf ein paar Dutzend Einzeleindrücke verlassen. Deshalb haben wir eine Umfrage unter 1.850 Führungskräften und knapp 900 Mitarbeitern/Bewerbern aus dem Kommunikationsbereich gestartet. Dank der erstaunlich zahlreichen Antworten können wir ein umfassendes Bild der aktuellen Lage und einen ziemlich validen Ausblick in die unmittelbare Zukunft geben.


Ernst aber nicht hoffnungslos

Die Umfrage hat einige sehr interessante und so nicht unbedingt erwartbare Ergebnisse gebracht. Um es vorweg zu nehmen, es gab mehr positive als negative Überraschungen.

Das hat möglicherweise auch mit unseren Erwartungen im Vorfeld zu tun. Wer vom Schlechtesten ausgeht, für den ist das nicht ganz so Schlechte schon gut. Oder hätten Sie z.B. gedacht, dass mehr als jeder Zehnte (11%) Kommunikationsverantwortliche bei einem angenommenen Abflauen der Krise bis zum Sommer sogar von steigendem Personalbedarf ausgeht.


Das sagen die Chefs

Vorrangig war uns wichtig, von Führungskräften zu erfahren,

  • wie ihre Personalpolitik derzeit aussieht,
  • wie sie mit laufenden Rekrutierungsprozessen umgehen und
  • wie sie die weitere Entwicklung einschätzen.

Die Umfrage lief vom 21. bis 25 März. Der Quasi-Shut-Down der Wirtschaft ist somit in die Einschätzungen der Befragten eingeflossen.

Die Resonanz hat uns überwältigt! Über 450 Führungskräfte aus dem Kommunikationsbereich haben geantwortet, das sind fast 25 Prozent der Angeschriebenen. Das ermöglicht uns, auch für einzelne Teilnehmergruppen valide Aussagen zu treffen. Die sorgfältige Auswahl der 1.850 Personen bildet einen breiten Querschnitt durch alle Branchen, Unternehmensgrößen, Schreibtischseiten und Kommunikationsfunktionen ab. Somit sind wir nicht so weit davon entfernt, repräsentativ zu sein. Dennoch kann das Ergebnis in dieser hochdynamischen Situation nur eine Momentaufnahme sein. Berater und Agenturen haben wir erstmal nicht mit einbezogen. Das werden wir aber wohl nachholen.

Lesen Sie zunächst den Beitrag des pressesprecher, der sich in seiner heutigen Online-Ausgabe mit den Ergebnissen näher befasst. Die Auswertung steht auch hier als PDF zum Download zur Verfügung.

Morgen werden wir hier im Blog ergänzend auf einige Details der Umfrage näher eingehen.


Wie ergeht es Bewerbern momentan?

Nicht nur bei Unternehmen verändert sich gerade viel. Auch Bewerber machen sich Gedanken über ihre Karriere und stellen alte Pläne auf den Prüfstand. Wir wissen natürlich, dass auch Kommunikationschefs Bewerber sein können, wenn sie sich verändern, trotzdem war es uns wichtig, die beiden Befragungen getrennt vorzunehmen.

Wir haben deshalb zeitgleich in einer zweiten Umfrage knapp 900 Kommunikationsexperten befragt, von denen wir aus unseren häufigen Kontakten von einer gewissen Offenheit für neue Aufgaben wussten. So sind 80 Prozent der Befragten der Kategorie ‚jobsuchend‘ zuzuordnen, etwas mehr als die Hälfte davon aus einem festen Anstellungsverhältnis heraus.

Die 196 Antworten stehen für eine Rücklaufquote von 22 Prozent und liefern genauso interessante Einblicke in die Gedanken und Erfahrungen von aktuellen und potenziellen Bewerbern im Kontext der Krise. Hier kann die Auswertung als PDF heruntergeladen werden.

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